Asilah - Marokkos hübsche Künstlerstadt

Asilah liegt im Norden der Atlantikküste Marokkos, ca. 45 Kilometer südlich von Tanger. Die Fahrt vom Fährhafen Tanger-Med führt uns abseits der Autobahn über kleine Landstraßen und Ortschaften in die Stadt.  Geprägt wurde Asilah durch wechselnde Einflüsse der Phönizier, Römer und Portugiesen und das ist in diesem Ort überall spürbar. Die rund 35.000 Einwohner leben überwiegend vom Fischfang. wobei der Tourismus in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. 

 

Wir finden einen bewachten Wohnmobil-Stellplatz unmittelbar vor den Toren der Stadtmauer.. Von dort ist es nur ein Katzensprung in die wunderschöne Medina, die direkt an das Meer grenzt. Die heutige Architektur der Altstadt zeichnet sich durch schneeweiß getünchte Häuserfassaden aus, die mit Malereien verziert sind.

 

Bis in die 1970er Jahre lebten die Menschen hier vor allem vom Fischfang, doch der Konkurrenzdruck durch die großen Häfen in Tanger und Casablanca setzten der Stadt zu, die Bewohner verließen die Stadt und die Gebäude zerfielen zusehends. Ende der 1970er Jahre kam dann die Wende. Der damalige  Bürgermeisters nahm marokkanische Künstler mit ins Boot und ließ  die heruntergekommenen Fassaden  in der  Stadt mit  Wandmalereien verschönern. Mit Erfolg -  die Stadt wurde wieder zum Leben erweckt. Seitdem gibt es in Asilah ein internationales Kulturfestival (Moussem Culturel d'Asilah), das alljährlich stattfindet und zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland anzieht. 

 

Zum Zeitpunkt unseres Besuches ist Ramadan. Es ist noch ruhig innerhalb der Stadtmauern. Für uns die Gelegenheit, entspannt durch die Gassen zu laufen und  uns die zahlreichen Wandmalereien  anzuschauen. Nur vereinzelt haben die kleinen Geschäfte auf. Doch das, was hier verkauft wird, ist von guter Qualität. Handgewebte Teppiche, Keramiken und Schmuck wird angeboten. Uns gibt man das Gefühl, willkommen zu sein. Niemand ist aufdringlich oder drängt uns dazu, irgendetwas kaufen. Spät am Nachmittag kommt dann langsam Leben in die Stadt, weitere Läden und Cafés öffnen.Die Restaurants öffnen, die Tische werden  eingedeckt.  

 

Alles ist hier sehr entspannt, es sind auch nur wenige Touristen vor Ort - das mag außerhalb des Ramadans sicherlich  anders sein. Für uns ist es der perfekte Einstieg in das unbekannte Land Marokko und die ersten Eindrücke machen Lust auf mehr. Wir sind gespannt, was wir in Marokko alles erleben werden. Unser nächstes Ziel  ist Rabat, die Hauptstadt Marokkos. 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0